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Aktuelle Gruppengründungen im Kreis Warendorf

Die hier aufgeführten Gruppen befinden sich in der Gründungsphase und suchen weitere Mitstreiter*innen. Bei Interesse finden Sie hier unsere Kontaktdaten.

GRUPPENGRÜNDUNG
Angehörige von Menschen mit Magersucht

Ein Massband schlingt sich um eine Gabel

Warendorf, 27.01.2023: Magersucht ist eine stillgeschwiegene, ernsthafte Erkrankung. Sich um Menschen zu kümmern, die an einer Anorexie leiden, kann für Eltern, Geschwister oder Partner eine große Herausforderung darstellen. Oft wissen die Angehörigen nicht, wie sie mit der Krankheit umgehen sollen. Auseinandersetzungen mit dem erkrankten Menschen um die Themen „Essen“ und „Gewicht“ sind an der Tagesordnung.
Um einen gemeinsamen Austausch zu bieten, soll zukünftig eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Anorexie-Patient*innen ins Leben gerufen werden. Themenschwerpunkte sind die Sorgen und Ängste der Teilnehmenden. Ziel ist, es, durch die Erfahrungen der anderen für sich selbst einen eigenen Weg im Umgang mit der schwierigen Situation zu finden. Neben der Entlastung, die die Gespräche bringen, gilt es auch, eine realistische Perspektive in Bezug auf die Krankheit und deren Dauer zu entwickeln.
Ergänzend sind in unregelmäßigen Abständen Fachvorträge angedacht.

Ein erstes Treffen

Die Treffen sollen jeden zweiten Dienstag im Monat in der Selbsthilfekontaktstelle in Warendorf, Waterstroate 6 stattfinden. Beginn ist Dienstag, 14.03.2023 um 18:30 Uhr. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig. Die Anmeldung kann entweder bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle (Tel.: 02581 46 799 88, E-Mail selbsthilfe-warendorf@paritaet-nrw.org ) oder bei der Initiatorin Martina Brinkhaus (Tel. 015733183802, E-Mail m-b.brinkhaus@web.de ) erfolgen. Gerne beantwortet die Initiatorin im Vorfeld offene Fragen.

Foto: Martina Brinkhaus


GRUPPENGRÜNDUNG
  „findich" - Selbsthilfegruppe Burnout und Depression in Warendorf

Warendorf, 01.12.2022: In der letzten Woche ihrer Wiedereingliederung kommt Bianca N. in die Selbsthilfe-Kontaktstelle. Bald soll der normale Arbeitsalltag wieder losgehen. Inzwischen fühlt sie sich auch wieder fit genug dafür. Nachdem ein Burnout sie aus dem Arbeitsleben gerissen hat, hat sie im Rahmen einer Therapie an sich gearbeitet. Und damit sie nicht wieder in alte und ungesunde Verhaltensweisen zurückfällt, sucht sie Interessierte zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung. „Ich stelle mir eine Art ‚Feierabendgruppe‘ vor“, sagt sie, „in der gemeinsam an Lösungsvorschlägen für Alltagsprobleme gearbeitet wird. Hilfe zur Selbsthilfe also“. Sie hat sich mit verschiedenen Methoden beschäftigt, um den Gesprächen eine Struktur geben zu können und hofft, dass auch andere diesen Weg mitgehen möchten. Einfach nur plaudern sei ihr auf Dauer zu wenig, verrät sie – was nicht heißt, dass nicht auch gelacht wer-den darf in der Gruppe!

Burnout und Depressionen

Weil Burnout und Depression eng zusammenhängen, richtet sich die Gruppe auch an Menschen mit Depressionen.
Willkommen sind alle, die sich chronisch überfordert fühlen und schlecht schlafen, die müde, gestresst, gereizt, unkonzentriert, vergesslich oder traurig sind, nicht auf ihre Ernährung achten – alles Anzeichen dafür, dass man „sich selbst aus den Augen verliert“, wie Bianca N. es beschreibt.

Gruppentreffen

Die Treffen finden statt an jedem 1. und 3. Mittwoch im Monat um 17:30 Uhr in der Selbsthilfe-Kontaktstelle, Waterstroate 6 in Warendorf.
Eine vorherige Anmeldung ist notwendig, entweder telefonisch unter 02581 46 799 88 oder unter selbsthilfe-warendorf@paritaet-nrw.org. Fragen im Vorfeld beantwortet die Initiatorin unter findich-waf@gmx.de oder die Kontaktstelle.


GRUPPENGRÜNDUNG
  „anonym - Schizophrenie und Psychosen“

eine Frau sitzt auf dem Boden und hält sich die Hände an den Kopf

Warendorf, 06.10.2022: Wahnvorstellung, Stimmen hören, Verfolgungswahn – das sind oft die ersten Assoziationen, wenn es um die Diagnose „Schizophrenie“ geht. Die Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, die für Betroffene, aber auch für das soziale Umfeld eine große Belastung und Herausforderung darstellt.
Menschen mit einer Schizophrenie durchleben akute Psychosen - Phasen, in denen sie die Welt oft ganz anders wahrnehmen als sie es normalerweise tun. Einige Betroffene erleben nur einmal oder wenige Male eine psychotische Phase, andere haben dauerhafte Beschwerden. Neben Wahnvorstellungen und Halluzinationen können weitere Krankheitssymptome wie Antriebslosigkeit, Depressionen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen bis hin zum sozialen Rückzug auftreten.

Ursachenforschung und Symptomatik

Dabei sind die Ursachen für die Entstehung der Erkrankung nicht eindeutig geklärt. Die Wissenschaft geht von einem Zusammenspiel von unterschiedlichen Ursachen wie Genetik, Umweltfaktoren oder biographischen Faktoren aus.
Neben den Krankheitssymptomen leiden Betroffene vor allem unter gesellschaftlicher Stigmatisierung und Vorurteilen. Oft werden Betroffene als „gespaltene Persönlichkeit“ beschrieben, doch diese Beschreibung ist falsch. Zwar sind Wahrnehmung und Verhalten phasenweise stark verändert, Betroffene haben aber keine andersartige Persönlichkeit.
Die Erfahrungen, als „gespaltene Persönlichkeit“ angesehen zu werden, machte auch Madeleine. Sie durchlebte drei Psychosen, verbunden mit stationären Klinikaufenthalten. „In meinen Psychosen litt ich unter Verfolgungswahn und meine Realität war absolut verzerrt. Auch wenn ich keine imaginären Stimmen hörte, so gab es doch visuelle Halluzinationen. Das macht Angst“.

Der Schritt zur Diagnose

Bei Madeleine wurde eine „paranoide Schizophrenie“ diagnostiziert, die häufigste Form der Erkrankung. Seit 2013 setzt sie sich aktiv mit ihrer Erkrankung auseinander und musste fest-stellen, dass viele Menschen in ihrem Umfeld die Schizophrenie nach wie vor als Persönlichkeitsspaltung ansehen und der Umgang mit der Erkrankung schwierig ist: „Schizophrenie ist leider noch immer ein Tabuthema“, so die Mittvierzigerin. Doch damit will sie sich nicht abfinden.

Was die Gruppe leistet

Ihr Wunsch ist es, das Thema aus der Tabuzone herauszuholen und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Deshalb ist sie an die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf herangetreten, um eine Selbsthilfegruppe zu gründen. „Betroffene sollen erkennen, dass sie mit der Erkrankung nicht alleine sind und es auch wieder Licht am Ende des Tunnels gibt. Ich möchte mit anderen in einer geschützten und vertrauensvollen Umgebung über die Erfahrungen und Probleme mit der Erkrankung sprechen. Nur gemeinsam kann man etwas erreichen. Ich lege lediglich den Grundstein dafür“, so die Gruppengründerin. Neben dem Erfahrungsaustausch sind ihr ein respektvoller Umgang miteinander und das Finden gemeinsamer Lösungsansätze für alltägliche Problematiken mit der Erkrankung wichtig. Als ein besonderes Ziel sieht sie auch die Erarbeitung eines „Frühwarnsystems“, um das Risiko einer erneuten schizophrenen Psychose zu verringern.

Treffen der Selbsthilfegruppe

Die Treffen der neuen Selbsthilfegruppe sollen im 14-tägigen Rhythmus von 18:00 bis 20:00 in Ahlen stattfinden. Das erste Treffen für Mittwoch, 16. November 2022 geplant. Interessierte müssen über eine Krankheitseinsicht verfügen, in Behandlung und in einer stabilen Phase sein.
Interessierte Betroffene können sich entweder bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf melden unter selbsthilfe-warenorf@paritaet-nrw.org oder unter 02581 46 799 88 oder sich per Mail direkt an Madeleine wenden unter spicymouse27@t-online.de

 

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