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Berichte und Veranstaltungen von Selbsthilfegruppen

Suchtbrücke e.V. veranstaltet Kanutour

Warendorf, 23.07.2018: Bei hochsommerlichen Temperaturen lud das Vorstandsteam von Suchtbrücke e.V. aus Oelde zur traditionellen Kanutour auf der Lippe ein. Teilnehmer aus dem Münsterland, Ostwestfalen und aus Bremerhaven nahmen bei dieser anderen Art von Selbsthilfearbeit teil.

Neue Ufer sicher zu erreichen ist im direkten Sinne das wichtigste Ziel beim Kanusport. Dies gilt auch für Menschen mit Suchtproblemen nach einem Neuanfang in ein abstinentes Leben.

Dirk Offergeld vom Team erklärt: „Kanufahren spielt sich auf dem Wasser ab und nicht im Gruppenraum. Aber je mehr es um das Boot schäumt, je höher die Wellen und wilder die Fluten, um so dankbarer wird man sein, wenn man um die Gefahren weiß, die Situationen einschätzen und beherrschen kann und nicht selbst von ihnen beherrscht wird.“

Diese Sicherheit zu erlangen, die eigenen Grenzen kennen zu lernen und die Lust zu wecken, die Grenzen durch bedachtes, schrittweises Steigern der eigenen Fähigkeiten mehr und mehr zu erweitern, ist das Ziel der etwas anderen Selbsthilfearbeit.
Während der dreistündigen Tour auf der Lippe, fand in den Kanus ein reger Austausch zwischen Betroffene, Angehörige und am Thema Interessierte statt. Ein Sprung ins kühle Nass war willkommen und gewollt.

In einem waren sich die Teilnehmer beim anschließenden Grillen einig: Im nächsten Jahr paddeln wir wieder mit!

www.jumus.de

(Text © Dirk Offergeld)

Menschen stehen vor einem großen Auto

© Suchtbrücke e.V.

Menschen sitzen in einem Kanu auf einem Fluß

© Suchtbrücke e.V.


Die Selbsthilfetage mit Bundesversammlung des Deutschen Schwerhörigenbundes 2018 in Essen

Warendorf, 23.07.2018: Die diesjährigen Selbsthilfetage des Deutschen Schwerhörigenbundes stehen unter dem Motto „Hören, verstehen, dazugehören“. Das Treffen wird vom 19. bis zum 21. Oktober 2018 in Essen stattfinden. Mit einem umfangreichen Vortragsprogramm und einer großen Ausstellung von Herstellern, Reha- und Beratungseinrichtungen knüpft es an die Selbsthilfetage in Münster an. Inhaltlich soll es darüber hinaus um die Weiterentwicklung der Ergebnisse der IFHOH-Tagung „Future Loops“ im letzten Herbst in Berlin gehen. Ein zusätzlicher Glanzpunkt wird der Festabend am Samstag sein, zu dem der Essener DSB-Ortsverein anlässlich seines 100jährigen Jubiläums einlädt.

Es gibt einen Selbsthilfetag der für alle Hörgeschädigten und Interessierten, sowie auch von Institutionen, Verbänden offen ist. Am 19. Oktober von 10 Uhr bis 18 Uhr wird es im Hotel Franz in Essen, Steelerstr.26 dem Tagungshotel ein Programm stattfinden zum Informieren, ausprobieren und anfassen. Weiterhin kann der Besucher sich in der großen Ausstellung informieren wie eine Barrierefreie Kommunikation möglich ist.

Die Vorbereitungen zum Selbsthilfetag laufen auf vollen Touren. Vorträge, Referenten und Aussteller sammeln sich zu einem vielfältigen Angebot. Selbstverständlich dazu gehören Hersteller von CI, Hörsystemen und Hilfsmitteln, die Rehabilitationskliniken für Hörschädigung, CI und Tinnitus sowie Einrichtungen der Beratung wie zum Beispiel der Integrationsfachdienst. Was gibt es neues auf dem Markt? Wie kann mein Arbeitsplatz, mein Umfeld akustisch verbessert werden, damit Hörstress vermieden werden kann. Sein Gehör prüfen kann der Besucher auch in einem kostenlosen Hörtest im Hörmobil der Fördergemeinschaft Gutes Hören.

Ganz neu dabei ist das Thema „Licht“. Frei nach der Erkenntnis „Wer hören kann- muss (ab-)sehen können“ wird die Bedeutung von Beleuchtung und gesundem Licht für Kommunikation und Wohlbefinden von Menschen mit Hörschädigung - ja, im übertragenen Sinne: „beleuchtet“.

Die Kliniken für Rehabilitation bei Hörschädigungen stellen nicht nur ihr Angebot vor. In einem Vortrag wird es um das Für und Wider von stationärer und ambulanter Rehabilitation gehen. Warum ist eine stationäre Rehabilitation vorteilhafter als eine ambulante? Und wie komme ich an eine Verordnung dafür?

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeitsplatzausstattung. Dabei wird es sowohl um die technischen Möglichkeiten und Maßnahmen für Menschen mit Höreinschränkungen gehen wie auch um Antragsstellung und Kostenübernahme. Wie finde ich die Hilfen, die mir wirklich helfen? Und welche Einrichtungen unterstützen mich?

Selbst Hand anlegen (neudeutsch: „Hands on“…) heißt es in den geplanten Workshops. Schließlich ist das zweite Motto der Selbsthilfetage: „Informieren, ausprobieren, anwenden.“ Hilfsmittel in Funktion kennen und damit umgehen lernen ist das Ziel. Was ist das eigentlich für Zubehör in meinem CI-Koffer, und wie wende ich es an? Fragen dazu können im Workshop und natürlich auch an den Ausstellungsständen der Hersteller von CI, Hörsystemen und Hilfsmitteln gestellt und beantwortet werden.

Der Festabend anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Essener DSB-Ortsvereins ist diesmal am Samstag - also nach getaner Arbeit und auch nach der Jahresversammlung des Deutschen Schwerhörigenbundes. Ein unterhaltsames Kulturprogramm und ein reichhaltiges Buffet sind die Belohnung für zwei Tage Information, Erkundung und auch Arbeit - jedenfalls für die Delegierten. Und damit sich das Bleiben bis in den späten Samstagabend auch lohnt, gibt es nach Übernachtung und Frühstück zum Ausklang am Sonntag noch eine Stadtbesichtigung mit Besuch des Weltkulturerbes Zeche Zollverein.

Das Wochenende bzw. den Selbsthilfetag sollte man sich unbedingt freihalten.

Es entstehen für alle Besucher keine Kosten und die Kommunikation ist durch Technik für Schwerhörige und Schriftdolmetscher gewährleistet.

Eine Anmeldung für den Selbsthilfetag ist nicht nötig.

Für Informationen steht Ihnen Herr Jürgen Brackmann unter 02504 80 99 oder per Mail unter juergenbrackmann@web.de gerne zur Verfügung.

Hier können Sie sich den Flyer anschauen.

Hintergrundinformationen zum Tagungsort:

Tagungsort ist das erprobte Essener Hotel Franz. Sein geheimnisvoller Name geht auf Franz von Sales zurück, der - wie es das Leben so will - in der katholischen Kirche als Schutzpatron der Schwerhörigen und Gehörlosen gilt. Als Integrationsbetrieb beschäftigt das Hotel bewusst und inklusiv Menschen mit Behinderungen und ist konsequent barrierefrei ausgestattet.


Selbsthilfe goes Radio

Warendorf, 28.06.2018: Selbsthilfe im Radio – haben wir im Kreis Warendorf! Eine Gruppe aktiver Selbsthelferinnen und Selbsthelfer hat inzwischen mehrere Beiträge für den Bürgerfunk Warendorf produziert und dabei Selbsthilfegruppen vorgestellt sowie über den Tag der Begegnung in Beckum berichtet. Die Sendungen wurden bereits bei Radio WAF veröffentlicht und sind inzwischen in der der Mediathek www.nrwision.de.eingestellt. Einfach den Suchbegriff „Bürgerfunk Warendorf“ eingeben - schon können Sie die Sendungen nachhören!

Selbsthilfegruppen, die auch Interesse an der Produktion einer Radiosendung haben, können sich bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf melden.


Selbsthilfegruppen machen Radio

Warendorf, 26.02.2018: „Wir hatten alle einen Riesenspaß“ – so das Fazit einer fünfköpfigen Gruppe von Selbsthelferinnen und Selbsthelfern, die sich Ende Januar im Studio 213 der Volkshochschule Warendorf trafen, um eine weitere Sendung für den Bürgerfunk Warendorf zu produzieren. Nachdem sich bereits im letzten Jahr sechs Selbsthelferinnen und Selbsthelfer in einem Kurs für das Produzieren von Beiträgen für den Bürgerfunk qualifiziert hatten, ist dies bereits der dritte Beitrag der engagierten Ehrenamtler in Eigenregie.

Al-Anon im Radio

In der aktuellen Sendung geht es um die Selbsthilfegruppe Al-Anon. Was heißt das und was passiert in den Gruppen? Eingestimmt von Peter Alexanders Hit „Die kleine Kneipe“ klärte Emma, Ansprechpartnerin der Selbsthilfegruppe in Warendorf, auf: Al-Anon-Gruppen sind Familiengruppen von Angehörigen und Freunden alkoholabhängiger Menschen. Aufbau und Ablauf der Gruppentreffen ähneln denen der Anonymen Alkoholiker. In den Gruppen geht es darum, Angehörige und Freunde Alkoholerkrankter zu stärken sowie Trost und Hilfe anzubieten. Der Aspekt der Anonymität spielt in diesen Gruppen eine besonders große Rolle.

Zwischen abwechslungsreichen Musikbeiträgen erfahren interessierte Zuhörer von Anja, die ihre Kindheit in einem Alkoholiker-Haushalt verbrachte und vom ehemaligen „Vorzeigekind“, das in späteren Jahren immer häufiger zur Flasche griff und dessen Familie daran zu zerbrechen drohte. Allen Betroffenen half der Besuch einer Al-Anon-Gruppe. Weltweit haben die Al-Anon-Gruppen 24.000 Mitglieder, bundesweit ca. 2.400. Im Kreis Warendorf gibt es Al-Anon-Selbsthilfegruppen in Ahlen und Warendorf. Weitere Informationen über die Al-Anon-Familiengruppen erhalten Sie unter al-anon.de oder direkt über Emma unter 0157 34200329.

Die Sendung wurde am 07. Februar um 20:00 Uhr im Bürgerfunk Warendorf (Radio WAF) ausgestrahlt.

Selbsthilfegruppen in Aktion
Quelle: © "Emma"

 

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