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Aktionswoche Wir hilft 2022

03.bis 11. September 2022: Aktionswoche Selbsthilfe

Wir hilft, stärkt und verbindet!

Vom 03. bis 11. September 2022 wird zum zweiten Mal die Aktionswoche Selbsthilfe stattfinden. Der Paritätische Gesamtverband lädt alle Gruppen, Organisationen und Kontaktstellen der Selbsthilfe innerhalb und außerhalb des Paritätischen ein, sich an der Aktionswoche zu beteiligen. Der Paritätische ist der Selbsthilfebewegung eng verbunden. Die Förderung der Interessen der Selbsthilfe aus allen Bereichen der Sozialen Arbeit und die Verbesserung der Rahmenbedingungen der Selbsthilfe sind ein zentrales Anliegen des Verbandes.

Die Aktionswoche Selbsthilfe bietet in diesem Jahr allen eine Plattform, um innovative Entwicklungen einem breiteren Publikum bekannt zu machen und um den Austausch von Selbsthilfeaktiven über aktuelle Entwicklungen in der Selbsthilfe zu fördern.

Unter dem Motto “Wir hilft” sollen im Rahmen der Aktionswoche bundesweit Informationsveranstaltungen und Aktionen in der Selbsthilfe stattfinden. Die Events werden dabei dezentral in den Ländern von den beteiligten Selbsthilfe-Akteuren durchgeführt und über einen zentralen, vom Gesamtverband betreuten digitalen, Veranstaltungskalender bekannt gegeben.

Als Startsignal für die bundesweiten Aktivitäten und um eine hohe Aufmerksamkeit in Gesellschaft, Politik und Medien zu erreichen, wird der Gesamtverband am 1. September 2022 eine Auftaktveranstaltung zur Aktionswoche durchführen.

Es wird allen an der Mitwirkung interessierten Selbsthilfe-Akteuren empfohlen, bereits für 2022 geplante Veranstaltungen in den Zeitraum der Selbsthilfewoche zu legen. Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Bewerbung der Aktionswoche erhalten sie durch den Gesamtverband.

Wir freuen uns, wenn auch Sie sich an der Woche beteiligen. Tragen Sie einfach Ihre Veranstaltung im Veranstaltungskalender ein. Direkt zur Homepage gelangen Sie über den nachfolgenden Link:

Auch wir aus der Selbsthilfe-Kontaktstelle waren mit dabei

Selbsthilfe-Werbetag in der Stadtbibliothek Warendorf: 03. September 2022

Wann: Samstag, 03. September 2022
Uhrzeit: 10:00 – 13:00 Uhr
Ort:Stadtbibliothek Warendorf | Kurze Kesselstraße 17 | 48231 Warendorf
Thema:Warendorfer Selbsthilfegruppen stellen sich gemeinsam mit der Selbsthilfe-Kontaktstelle in der Stadtbibliothek vor. Jede Gruppe hat einen eigenen Stand und die Bibliothek stattet ihn mit thematisch passenden Medien aus. Vor der Bibliothek wird das Werbefahrrad der Kontaktstelle aufgestellt.

 Birgit Lücke (Stadtbücherei Warendorf) & Sabine Tenambergen (Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf)

© Stadtbücherei Warendorf: Birgit Lücke (Stadtbücherei Warendorf) & Sabine Tenambergen (Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf)

Nachbericht
Sichtbarkeit der Selbsthilfe in der Stadtbücherei Warendorf

Für viele unterschiedliche Themen gibt es Selbsthilfegruppen in Warendorf – wie vielfältig diese sein können, hat sich am 03.09.2022 beim Tag der Selbsthilfegruppen gezeigt.

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche Selbsthilfe haben sich acht Selbsthilfegruppen beim „Tag der Selbsthilfe“ in der Stadtbücherei vorgestellt und dabei viel Kreativität in der Selbstdarstellung bewiesen: Mit großen Transparenten und Fahnen machten sie auf sich aufmerksam, präsentierten aber auch Utensilien aus ihrem Alltag, beispielsweise elektronische Lesehilfen oder moderne Mobilitätshilfen. Lebhafte Gespräche an den Ständen häben gezeigt, dass das Angebot von der Selbsthilfe-Kontaktstelle in Kooperation mit der Stadtbücherei Warendorf gut angenommen wurde.

Auch wir von der Selbsthilfe-Kontaktstelle waren mit ihrem Beratungsangebot vor Ort, und standen für Nachfragen zur Verfügung und haben den Kontakt zu weiteren Selbsthilfegruppen hergestellt, die am Samstag nicht in der Bücherei vertreten waren.

Birgit Lücke, Leiterin der Stadtbücherei, führte mit den Selbsthilfegruppen intensive Gespräche: „Es entstanden erste Ideen für die Stadtbücherei, wie wir unser Angebot beispielsweise für Menschen mit Sehbehinderung zugänglich machen können. Diese gingen in Richtung elektronische Sehhilfen, wir werden uns noch intensiver damit beschäftigen“, sagte Lücke. Im Obergeschossen hängen in den kommenden Wochen die Informationen der Selbsthilfegruppen an einer Infowand aus.


Parkinson Infoabend in Ahlen: 06. September 2022

Wann: Dienstag, 06. September 2022
Uhrzeit: 18:00 – 20:00 Uhr
Ort: St. Franziskus-Hospital Ahlen | Robert-Koch-Straße 55 | 59227 Ahlen
Thema: Vortrag des Chefarztes der Neurologie des St. Franziskus-Hospitals, Parkinson-Betroffene stellen ihre Selbsthilfegruppen vor.
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem örtlichen Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe.

HINWEIS: Es gilt die 3 G-Regel. Masken müssen beim Betreten und Verlassen des Krankenhauses getragen werden, können aber am Sitzplatz während des Vortrags abgenommen werden.

Nachbericht
Vortragsabend rund um die Erkrankung Parkinson zog viele Interessierte ins St. Franziskus-Hospital Ahlen

Im Rahmen der Bundesweiten Aktionswoche Selbsthilfe 2022 fand am Dienstagabend 06.09.2022 der Vortragsabend zur Erkrankung von Morbus Parkinson statt. Rund sechzig Interessierte sind der Einladung der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Warendorf und dem Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe zu dem Vortrag ins St. Franziskus-Hospital Ahlen gefolgt. Vorgestellt wurden zunächst die Möglichkeiten und Vorteile von Selbsthilfe, insbesondere die von Selbsthilfegruppen im Kreis Warendorf. Im Anschluss übernahm Dr. Mohammed Jaber, Chefarzt der Neurologie im St. Franziskus-Hospital Ahlen das Wort und klärte in seinem Vortrag rund die Symptomatik von Parkinson, der neurodegenerativen Erkrankung, auf: „Morbus Parkinson ist die zweithäufigste Erkrankung mit einer deutlich höheren Dunkelziffer. Ich freue mich darüber, dass so viele Selbsthilfegruppen heute hier sind. Es ist unglaublich hilfreich, dass sich so viele in Selbsthilfegruppen organisiert haben. Das ist eine große Unterstützung für Patienten:innen und Angehörige hinsichtlich der Erkrankung Parkinson.“

Parkinson Diagnose - Ein schwierige Weg

Es sei teilweise schwierig die Krankheit als Patient zu diagnostizieren, weil diese sich vielseitig zeige. Bei einigen sei eine depressive Verstimmung erkennbar, sowie Alpträume, Zurückgezogenheit, Koordinierungsschwierigkeiten in der Motorik, bei anderen ist das starke Zittern oder gar Steifheit das Problem. Die Diagnostik lässt sich nur klinisch herleiten so Herr Dr. Jaber weiter. Das Neurologische Kompetenzzentrum mit seinem Herzstück, der Neurologie in Ahlen, sei gut aufgestellt und arbeitet mit dem St. Elisabeth-Hospital Beckum und der St. Barbaraklinik in Hamm Hessen eng zusammen. Rund hundert Parkinson Patienten werden hier im Jahr behandelt.
„Grund dafür, dass ein bestimmtes Hirnareal (die Substantia nigra), ihre Funktion reduziert oder gar ganz einstellt, liegt am Dopaminmangel. Dieser Botenstoff wirkt auf bestimmte Hirngebiete und steuert so die Muskelfunktion und damit die Bewegungen. Das Dopamin ist wichtig für alle Bewegungsabläufe. Dopamin ist auch das Glückshormon. Therapieziel für uns ist immer der Erhalt/Steigerung der Lebensqualität,“ erklärt der Chefarzt weiter. Es gibt drei wichtige Bausteine: Die Einnahme von Medikamenten, Sport und Selbsthilfegruppen seien eine gute Unterstützung. Im Anschluss nahm sich der Chefarzt der Neurologie Zeit für die Fragen.

Mit implantierten Elektroden ist viel zu erreichen

Die Tiefe Hirnstiumlation („deep brain stimulation“/DBS) mit stereotaktisch geführter Implantation von Elektroden stellt seit Jahren eine etablierte Behandlung der Parkinson-Erkrankung dar, da sie die motorischen Symptome der Erkrankung verbessern kann. Stimuliert wird dabei ein Kerngebiet im Zwischenhirn, der sogenannte Nucleus subthalamicus. Dieser Eingriff wird in der Klinik für Neurochirurgie in Hamm-Heessen durchgeführt. Dr. Thomas Fortmann, leitender Oberarzt der der Klinik für Neurochirurgie der St. Barbaraklinik in Hamm-Heessen, erklärte in seinem Vortrag die Indikationen zur Tiefen Hirnstimulation. „Je früher die Indikation zur tiefen Hirnstimulation gestellt wird, um so frühzeitiger können Patienten Medikamente einsparen. Dieser neurochirurgische Eingriff ist inzwischen risikoarm durchführbar und zeigt auch auf lange Sicht, nur wenige Nebeneffekte, insbesondere im Vergleich mit der gängigen Parkinsonmedikation. Das wurde durch viele Studien bestätigt und deckt sich auch mit unserer Erfahrung. Je länger man Parkinson hat, desto mehr Nebeneffekte treten auf. Unser Ziel ist die Lebensqualität zu erhalten. Wenn ein Patient so eingeschränkt ist, dass er sich nicht raus traut, dann könnte der Zeitpunkt für das Einsetzen eines Hirnstimulationsgerätes gekommen sein.“

Live-Vorführung des einsetzten Stimulators


Er zeigte live vor dem Publikum wie ein eingesetzter Stimulator wirkt. Sein ehemaliger Patient Stefan Ebber wurde vor längerer Zeit ein Hirnstimulator eingesetzt. Wenn der Stimulator eingeschaltet ist, war er in der Lage zu reden und motorisch sich normal zu bewegen, währenddessen beim Ausschalten des Gerätes motorische Störungen und Sprachschwierigkeiten sofort wahrnehmbar waren. Aber auch der Parkinsonschrittmacher lasse in seiner Wirkung nach und müsste nachjustiert werden.
Allen Parkinsonpatienten mit Hirnstimulation konnte in Studien nachgewiesen werden, dass sich in allen Lebensbereichen eine höhere Lebensqualität eingestellt hatte. Nur bei drei Prozent sei es zu Wundheilungsstörungen gekommen. Die Komplikationsrate sei niedrig. Im Anschluss beantworte Herr Dr. Fortmann auch Fragen und Antworten.

Abschluss

Zum Ende stellte sich noch die Selbsthilfegruppe Parkinson aus Telgte vor, die Anregungen und sportliche Übungen mit auf dem Weg gaben. Es war somit ein spannender Abend mit vielen Eindrücken. Parkinson ist zwar leider nicht heilbar, aber die Medizin hat sich auf den Weg gemacht, das Leiden etwas zu mildern.


Die Selbsthilfegruppe Osteoporose ist auch vertreten:

Themenabend Osteoporose
Ein Informations- und Gesprächsabend rund um die Erkrankung und ihre Auswirkungen auf den Alltag.


Wann: Montag, 05. September 2022
Uhrzeit: 18:00 – 20:00 Uhr
Ort: St.-Franziskus-Hospital / Caféteria | Robert-Koch-Straße 55 | 59227 Ahlen
Thema: Behandlungsalternativen bei Osteoporose: Dr. med. Thomas Krohn, Facharzt für Orthopäde, Unfallchirurgie, Handchirurgie, Spezielle Unfallchirurgie und Notfallmedizin; Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Wiederherstellungschirurgie St. Franziskus-Hospital Ahlen

Info-Stand
der Selbsthilfegruppe Osteoporose Ahlen

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich


Schön gehört?
Radiospot zur Woche der Selbsthilfe

Anlässlich der Aktionswoche Selbsthilfe 2022 macht der Paritätische NRW auf 45 lokalen Radiosendern in Nordrhein-Westfalen auf das Selbsthilfenetz aufmerksam. Vom 29. August bis 11. September läuft der Werbespot auch auf Radio WAF.

Ziel der bundesweiten Aktionswoche Selbsthilfe 2022 ist es unter anderem, Bürger*innen für Selbsthilfe als Unterstützungsmöglichkeit zu sensibilisieren. Die Website www.selbsthilfenetz.de ist die zentrale Plattform rund um das Thema Selbsthilfe in NRW. Wer auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe ist, um Unterstützung von gleichermaßen Betroffenen bei einer Erkrankung oder in einer sozialen Notlage zu erfahren, kann diese im Selbsthilfenetz finden. Das Portal weist den Weg in rund 8.000 Gruppen zu rund 700 Stichworten. Außerdem finden Interessierte dort die Kontaktdaten örtlicher Selbsthilfe-Kontaktstellen sowie durch Informationen und Ankündigungen einen Einblick in das, was die Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen derzeit ausmacht und bewegt.

Umgesetzt werden konnte Idee des Radio-Werbespots durch eine Förderung der AOK Rheinland/Hamburg und AOK NordWest.

 

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